Zukunftsorientiertes Verkehrskonzept statt Luftschlösser

 Wiedermann: Nicht nur unfinanzierbare Projekte ankündigen – Goldesel überreicht

Wiedermann_LT „Ein zukunftsorientiertes Verkehrskonzept muss her anstatt ständig Luftschlösser zu bauen“, sagte heute FPS-Landtagsabgeordneter Friedrich Wiedermann in der „Aktuellen Stunde“ des Landtages zum Thema „Der tägliche Verkehrskollaps in und um Salzburg.“ Ständig würden unfinanzierbare Projekte – wie beispielsweise der Gitzentunnel – angekündigt. Die Projekte seien schon aufgrund der budgetären Lage des Landes völlig unrealistisch. „Um die angekündigten Projekte umzusetzen, benötigen wir einen Goldesel“, so Wiedermann. Daher überreichte Wiedermann Verkehrslandesrat Mayr symbolisch einen Stoffgoldesel.

Statt laufend unfinanzierbare Vorhaben zu präsentieren, müsste endlich ernsthaft ein Verkehrskonzept für die Landeshauptstadt und die Umlandgemeinden erarbeitet werden. „Durch Einzelmaßnahmen werden wir die Verkehrssituation nicht in den Griff bekommen“, so Wiedermann. Bei der Erarbeitung müssten alle Umlandgemeinden, die Stadt Salzburg, das Land sowie die Wirtschaft aus der Region an einen Tisch geholt werden. „Zurzeit kocht jeder sein Süppchen in der Verkehrspolitik. Dabei ist das Ziehen an einem gemeinsamen Strang gefragt“, sagt der FPS-Landtagsabgeordnete. Sollte nicht bald gehandelt werden, könnten die Umlandgemeinden und die Landeshauptstadt den Spruch „Und täglich grüßt nicht das Murmeltier, sondern der Stau“ in ihr Stammbuch schreiben.

Es müssten endlich Taten folgen und nicht nur Ankündigungen an den Tag gelegt werden. „Statt Geld in die Planungen des Gitzentunnels zu stecken, der in naher Zukunft mangels Geld nicht umgesetzt werden wird, sollte der Vollanschluss Hagenau realisiert werden“, so Wiedermann. Das in Aussichtstellen einer Regionalstadtbahn zähle auch nur zu den Ankündigungen. „Es wurde noch nicht einmal die geologische Beschaffenheit des Bodens geklärt“, gibt Wiedermann zu bedenken. Bei den täglichen Staus dürfte auch nicht die Belastung für die Wirtschaft außer Acht gelassen werden. „Die Staus schädigen die Wirtschaft finanziell und damit verbunden ist auch eine mögliche Gefährdung von Arbeitsplätzen“, gibt Wiedermann zu bedenken.