Westautobahn: Sicherheit zählt mehr als der Umwelt-80er

 Wiedermann: Der Erfolg für die Umwelt blieb bisher im Wesentlichen auch aus

„Die Sicherheit von Menschen hat absoluten Vorrang gegenüber dem Festhalten an einem mehr als fragwürdigen Prestigeprojekt!“ Mit diesem Argument verlangt LAbg. Friedrich Wiedermann der Flachgauer FPS-Landtagsabgeordnete Friedrich Wiedermann – nach Bekanntwerden der Verdopplung der Verkehrsunfälle seit der Einführung des Umwelt-80er auf der Westautobahn zwischen Salzburg Nord und dem Knoten Salzburg – die Abschaffung dieses Tempolimits. Die Anzahl der Verkehrsunfälle sei stark angestiegen, der Erfolg für die Umwelt sei bisher im Wesentlichen ausgeblieben. „Ende September machte Umweltreferentin Rössler das schöne Wetter für die relativ guten Umweltwerte entlang der Autobahn verantwortlich. Ähnlich argumentierte Rössler schon in der Testphase. Sie sollte endlich eingestehen, dass ihr Projekt gescheitert ist“, so Wiedermann.

Bedenken, wonach die Sicherheit unter der Einführung des Tempolimits leiden werde, gab es bereits im Vorfeld der Einführung des 80er-Tempolimits. „Die Auswertung der Zahlen durch den Sachverständigen Gerhard Kronreif bestätigen nun, die einst schon geäußerten Befürchtungen. Ich bin schon gespannt, welche Behörde nun ausrücken muss, um die Zahlen des Sachverständigen zu verteufeln“, so Wiedermann. Jedoch müsse man kein Sachverständiger sein, um die Zunahme des erhöhten Unfallrisikos beobachten zu können. „Jeder, der regelmäßig die Autobahn im Bereich des Tempolimits benützt, kann öfters Unfälle beobachten. Riskante Situationen zwischen PKW und LKW stehen schon fast auf der Tagesordnung“, sagt Wiedermann.

Die Sicherheit sei viel zu wertvoll, um auf dem Altar der Ideologie geopfert zu werden. „Das muss auch Umweltreferentin Rössler bald einsehen. Es mag zwar sein, dass die Schadstoffwerte im Bereich der Westautobahn hin und wieder mal erhöht sind. Jedoch wurden meines Wissens nie andere Faktoren, wie beispielsweise der Hausbrand oder auch Abgase aus Gewerbebetrieben, genauer unter die Lupe genommen“, so Wiedermann. Problemtisch sei die Tatsache, dass sich bei einem 80er-Limit der Verkehr fast ausschließlich auf die erste und zweite Spur beschränke und darunter der Sicherheitsabstand leide. „Oft passiert es, dass ein Wechsel von der zweiten auf die erste Spur, um folglich ausfahren zu können, unmöglich ist“, berichtet der Abgeordnete. Früher oder später werde Rössler das Scheitern des Tempolimits eingestehen müssen.