Verkehrsproblematik in der Landeshauptstadt bedarf rascher Innovationen

FPS-Stadtobmann Sitter: Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Regionalstadtbahnprojektes ist utopisch!

AUT, FPS, Liste Dr. Karl Schnell, ein Jahr FreiheitWährend täglich tausende Salzburger im Stau stehen, liefert sich die Politik in diesen Tagen wieder ein banales Hickhack um die Frage einer Regionalstadtbahn. Dabei werden Millionen für Expertisen ausgegeben und die Verantwortung bei diesem Dauerthema seit 30 Jahren hin und her geschoben. Die Verkehrsproblematik in der Landeshauptstadt bedarf allerdings einer raschen Lösung.

„Nicht besonders hilfreich erscheint, dass den handelnden Personen nicht mal klar ist, ob ihr Projekt 500 Millionen oder eine Milliarde kosten wird. Stadt und Land schaufeln sich hier ihr eigenes Milliardengrab“, so FPS-Stadtobmann Daniel Sitter. In Wien verschlang der letzte Ausbau der U2 um 4 weitere km vergleichsweise fast 400 Millionen Euro. „Viel zu sehr unterschätzt die Politik dabei die laufenden Betriebskosten der RSB und die allfällige Kostenexplosion zur Sicherung der aufgrund des weichen Seetons absinkenden Bauwerke. Die geologische Beschaffenheit des Untergrundes hierbei zu ignorieren ist grob fahrlässig“, stellt Sitter fest. Die Freie Partei Salzburg sieht daher die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit dieses utopischen Projektes als in keiner Weise gewährleistet an.

Keinesfalls darf die Politik durch solche verantwortungslosen Projekte eine Citymaut oder weitere explodierende Tarife durch die Hintertür einführen. Der öffentliche Verkehr in der Stadt kann nur durch günstigere Öffi-Tickets attraktiver gestaltet werden. Der Tarifkaiser Salzburg hängt hier sämtliche ähnlich große Landeshauptstädte wie Graz, Linz und Innsbruck sowie die Bundeshauptstadt Wien meilenweit ab. Mit der Konsequenz, dass in Wien 39 Prozent aller Wege mit den Öffis erledigt werden und in Salzburg dagegen nur mickrige 12 Prozent. Wenig ambitioniert und einer Selbstaufgabe gleichkommend zeigt sich hier das Landesmobilitätskonzept, welches diesen Wert nur um 2 Prozent in 10 Jahren steigern sollte.

Die FPS fordert in diesem Kontext auch Umstellungen im Buskonzept der Stadt Salzburg. Busse müssen leistungsfähiger und schneller werden. Dabei sollte man auf Kleinbusse statt große Gelenkbusse sowie kürzere Minutentakte in den Morgenstunden setzen. Zur Entlastung der Bushaltestelle am Hauptbahnhof könnte zusätzlich am Mirabellplatz eine weitere größere Umstiegsstelle geschaffen werden. „Nur ein umfangreicher Ausbau der Park-&- Ride- Plätze kann die jetzige Verkehrssituation in der Landeshauptstadt entlasten“, erklärt FPS-Stadtobmann Sitter abschließend.