Teilerfolg bei der Verbotsdebatte rund um glyphosathaltige Herbizide

 LAbg. Ernst Rothenwänder

LAbg. Ernst Rothenwänder

„Der jahrelange Einsatz in Bezug auf das Ausbringungsverbot von glyphosathaltigen Herbiziden im Bundesland Salzburg endete heute mit einem Teilerfolg für Mensch und Tier“, so FPS-LAbg. Ernst Rothenwänder. Der Ausschuss des Salzburger Landtages beschließt drei Punkte: Neben einer besseren Informationspflicht gegenüber den Anwendern, soll der Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden in bestimmten Gebieten des Landes Salzburg verboten werden. Weiters wird an die Bundesregierung herangetreten, Glyphosat in Österreich gänzlich zu verbieten und in der Europäischen Union dafür einzutreten, dass die Verwendung vom äußerst umstrittenen Glyphosat verboten wird. „Die von den Experten geschilderte Zunahme von Lymphdrüsenkrebs und anderen schweren Erkrankungen steht vermutlich im direkten Zusammenhang mit den so genannten Substanzen“, erklärte FPS-LAbg. Ernst Rothenwänder. Der Abgeordnete betonte, dass beim umstrittenen Einsatz von Pflanzenvernichtungsmitteln immer der Mensch und die Tierwelt im Vordergrund stehen müssen und nicht die wirtschaftlichen Interessen weniger amerikanischer Großkonzerne vorgeschoben werden dürften. So wurde auch heute bekannt, dass im Jahr 2012 beispielsweise 438.000 kg Glyphosat im gesamten Bundesgebiet verwendet wurden. „Jedes einzelne Kilogramm dieses Pflanzengiftes ist ein Kilogramm zu viel“, erwiderte LAbg. Ernst Rothenwänder.

Rothenwänder fordert Bundesminister Andrä Rupprechter auf, endlich die Gesundheit von Mensch und Tier in den Vordergrund der Entscheidungen zu stellen und sich gestärkt durch den 5-Parteien-Antrag im Salzburger Landtag in den europäischen Gremien für ein Verbot von glyphosathaltigen Herbiziden stark zu machen. „Die Gefahrenpotentiale wurden von Seiten des ÖVP-Bauernbundes immer wieder heruntergespielt. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass sich auch die ÖVP Salzburg nun für den FPS-Antrag ausgesprochen hat“, so der Abgeordnete abschließend.