Registrierkassenpflicht ist der größte Unsinn aller Zeiten!

Steiner: Es wird nicht nur Kleinbetriebe treffen, auch einige Vereine werden betroffen sein.Steiner1

„Die Registrierkassenpflicht ist der größte Unsinn aller Zeiten und wird die Klein- und Mittelbetriebe schwer belasten“, stellte heute FPS-Finanzsprecher LAbg. Markus Steiner fest. Aber nicht nur die klein- und mittelstrukturierten Unternehmen werden von der Registrierkassenpflicht betroffen sein. „Auch einige Vereine wird die Pflicht treffen. Sobald beispielsweise ein Fußballverein ein Fest ausrichtet oder einen Ausschank macht, dabei begünstigungsschädliche Einnahmen macht, wird eine Kasse nötig sein. Das wird viele treffen! Kleine Vereinsfeste, die entbehrliche Einnahmen erbringen, bilden eine Ausnahme“, berichtet Steiner. Generell sei die Registrierkassenpflicht ein Murks. „Bis jetzt gibt es nicht einmal die Durchführungsverordnung des Finanzministeriums. Rechtssicherheit sieht bekanntlich ganz anders aus“, so der FPS-Finanzsprecher.

„Betriebe und Unternehmen dürfen nicht übersehen, dass der Umsatz von 15.000 Euro nicht nur alleine die Bareinnahmen betrifft. Es reicht, wenn 7.500 Euro in bar eingenommen werden und weitere 7.500 Euro über Bankomatzahlungen“, informiert Steiner. Zwar sei eine Prämie von 200 Euro für die Anschaffung der Registrierkasse vorgesehen, jedoch die Kasse sei nicht gerade günstig zu erwerben. „Zwischen 400 und 1.000 Euro müssen für eine solche Kasse auf den Tisch gelegt werden. Das Geld für die Kasse ist sofort aufzubringen. Die Prämie kann aber erst mit der Steuererklärung 2015 geltend gemacht werden. Für Kleinunternehmen und Vereine sind die Kosten für eine Kasse von bis zu 1.000 Euro aber kein kleiner Betrag. Vielmehr stellt die Anschaffung eine große Belastung dar“, so Steiner.

Es sei auch nicht einzusehen, warum Ärzte, Psychotherapeuten oder auch Hotelbetriebe – neben einigen Vereinen – sich eine Registrierkasse besorgen müssen. „Durch das Argument der Bundesregierung, sie wolle mit der Kasse Schwarzumsätze oder Abgabenverkürzungen bekämpfen, unterstellt sie pauschal allen, sie würden Schwarzumsätze machen und das kann es wohl nicht sein“, so Steiner. Es sei auch realitätsfern, dass alle Kunden in Zukunft die Belege entgegen nehmen und die bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten mitnehmen werden. „Die Registrierkassenpflicht als auch die gesamte Steuerreform stellt im Wesentlichen nur eine Belastung der klein- und mittelstrukturierten Betriebe dar“, sagt Steiner.