Rasche Maßnahmen gegen die Zweitwohnsitz-Flut ergreifen

 Schnell: Sobald sich ein Zweitwohnsitz abzeichnet, muss Vorhaben verweigert werden können

„Es müssen unverzüglich Maßnahmen gegen die Zweitwohnsitzflut ergriffen werden. Sobald ein Zweitwohnsitz bei einem Projekt ersichtlich wird, muss es die Möglichkeit zur Untersagung des Vorhabens geben“, forderte heute FPS-Landesparteiobmann LAbg. Karl Schnell im Landtag. Vielfach würden im Internet Objekte bereits für Zweitwohnsitze beworben, obwohl nicht einmal die erforderlichen Genehmigungen vorliegen würden. „In diesem Fall darf in Zukunft auf alle Fälle keine Genehmigung erteilt werden, wenn es schon offensichtlich ist, dass eine zweckwidrige Verwendung das Ziel ist“, so der FPS-Landeschef. Auf alle Fälle müsse umgehend der Kampf gegen Zweitwohnsitze von Seiten des Landes angegangen werden.

Die Gemeinden seien bis dato bei der Bekämpfung der Zweitwohnsitze von Seiten der Landesregierung im Stich gelassen worden. Neben effektiven gesetzlichen Mitteln sei auch die Hilfestellung des Landes für die Gemeinden mehr als wünschenswert. Anstatt endlich Maßnahmen bei der Bekämpfung des massiven Zuwachses zu ergreifen, lasse die Landesregierung unnötig Zeit verstreichen. „Das Land muss auch die Grundlagen schaffen, dass das nötige Know-how beim Land angesiedelt wird, damit die Gemeinden auch eine entsprechende Hilfestellung erhalten“, so Schnell. „Wichtig wäre auf alle Fälle, dass die Möglichkeit geschaffen wird, dass die Baugenehmigung verweigert werden kann, wenn schon im Vorfeld ganz offensichtlich ist, dass ein Hotel- oder Appartementprojekt nur dazu dient, Zweitwohnsitze zu schaffen. Das ist sicher der Fall, wenn vor den notwendigen Genehmigungen bereits im Internet die Wohnungen als Zweitwohnsitze angeboten werden“, so Schnell. Vielfach betreffe dies nicht nur Neubauten. „Auch werden Umbauten angestrebt, die nur die Schaffung von Zweitwohnsitzen zum Ziel haben“, so Schnell. Nun müsse von Seiten der Landesregierung unverzüglich gehandelt werden.