Postamtsschließung muss endlich Einhalt geboten werden

 Schnell: Seit Jahren kämpfen wir schon gegen die Schließungswelle, die Regierung reagiert hilflos in dieser Debatte

„Seit über zehn Jahren kämpfe ich bereits gegen die Schließung der Postämter und die Ausdünnung der ländlichen Infrastruktur. Immer wieder sind unsere Warnungen auf taube Ohren gestoßen“, erklärte FPS-LAbg. Karl Schnell anlässlich der Debatte im heutigen Ausschuss zu diesem Thema. In seiner Ausführung erklärte der Klubobmann, dass die Entwicklungen äußerst negativ seien. Dies wurde auch von den im Ausschuss anwesenden Experten bestätigt. „Zuerst zerstörte man die Infrastruktur und die Wirtshauskultur mit unzähligen Verordnungen und Vorschriften aus Brüssel sowie von Seiten des Bundes, dann unsere Exekutive und unser Bundesheer und der nächste Anschlag wird auf den Gesundheitsbereich verübt, denn dort ist man ebenso schon fleißig am Werken“, erläuterte Klubobmann Schnell. Dieser erwiderte, dass es nun an der Zeit sei, massiven Protest in Richtung der Ausdünnung des ländlichen Raumes anzumelden und hier rigoros vorzugehen. „Wir nehmen die Schließung in Liefering, sowie die Schließung aller anderen Postfilialen, sowie die Reduzierung des Personals von 2.600 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern seit 1997 auf mittlerweile 1.600 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so nicht hin. Wenn nötig, dann werden wir auch dagegen gezielte Aktionen setzen“, erläuterte Schnell.
Die Experten im Ausschuss erklärten, dass ein Postzusteller ca. 400 kg Post am Tag abzuarbeiten habe. Auf großes Unverständnis stieß die Ankündigung von Seiten der Post, dass bis 2017 weitere zehn Postämter geschlossen werden sollten. Vier davon würden die Stadt Salzburg betreffen. Österreichweit werden von 460 Postämtern weitere 100 in den nächsten zwei Jahren geschlossen werden. „Diese Pläne von Seiten der Post sind für uns so nicht hinzunehmen, denn ich verweise auf die massive gesellschaftspolitische Bedeutung der Post. Auch diese hat den Versorgungsauftrag auszuführen. Bevor die letzte Kuh aus dem Stall ist, muss ein klares Zeichen gesetzt werden. Salzburg muss endlich wieder zeigen, dass alle Parteien an einem Strang ziehen und sich dieser Entwicklung gemeinsam entgegenstellen“, erklärte Schnell abschließend.