Parteipolitik muss endlich aus Schule verbannt werden!

Essl: Geld muss auch bei Schülern ankommen und nicht in Verwaltung versickern.

„Die Parteipolitik muss endlich aus der Schule verbannt werden“, forderte heute FPS-Bildungssprecher LAbg. Lukas Essl in der Bildungsdebatte des Landtages.

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„Wir haben das zweitteuerste Schulsystem der Welt und liegen trotz allem bei den Ergebnissen im letzten Drittel“, gab Essl in der Debatte zu bedenken. Für tatsächliche Reformen bedarf es eines Verbannens der Parteipolitik aus den Schulen und ernsthafter Einsparungen im Bereich der Schulverwaltung. „Dabei wäre es sicher auch sinnvoll, die Zweidrittelmehrheit im Nationalrat, die für die Änderung der Gesetze im Bildungsbereich nötig ist, abzuschaffen“, so Essl.

Trotz aller Beteuerungen der Politik in den letzten Jahrzehnten spiele die Parteipolitik in der Schule noch immer eine viel zu große Rolle und die Schulverwaltung verschlinge nach wie vor zu viel finanzielle Mittel. „Österreichweit gibt es 548 Mitglieder der Kollegin der Landesschulräte. 348 davon sind Pädagogen, die für ihre Tätigkeit freigestellt werden müssen. Durch ihre Freistellung für Arbeitskreise oder andere Sitzungen fehlen sie dann für den Unterricht in den Schulen“, so Essl. Arbeitskreise würden ergebnislos über Jahre tagen. „Dabei entstehen Kosten, die nicht nötig wären“, so der FPS-Bildungssprecher. Immerhin wurden in Salzburg der Vizepräsident des Landesschulrates und die Bezirksschulräte abgeschafft. „Dafür habe ich über zehn Jahre gekämpft“, so Essl.

Künftig müsse auf alle Fälle das Geld, das für die Bildung ausgegeben werde, bei den Schülerinnen und Schülern ankommen. „18 Prozent der Schulabgänger können in unserem Land nicht sinnerfassend Lesen. Um das zu reparieren, geben wir neuerlich viel Geld aus. 12.500 Euro kostet allein ein Kurs in einer Erwachsenenbildungseinrichtung für das Beseitigen der Leseschwäche pro Jahr. Geld, das gleich in die Schule fließen könnte. Zum Bespiel könnte für Schülerinnen und Schüler, die nicht sinnerfassend lesen können, ein zusätzliches Schuljahr angeboten werden“, schlägt Essl vor. Geld könnte für die Schule auch lukriert werden, wenn die Verwaltungstätigkeiten abgeschafft werden, die die Lehrer unnötig binden würden.