Neuer Anstieg der Bürokratie in der Kinderbetreuung

 Essl: „Unnütze Vergeudung von Steuergeldern für Kinderbetreuungsberatung“

In der heutigen Ausschusssitzung des Salzburger Landtages wurde die finanzielle Unterstützung für die Gemeinden betreffend verpflichtende Beratungsgespräche für Eltern, deren Kinder vier Jahre alt sind und keinen Kindergarten besuchen, beschlossen. Für diese Beratung fördert das Land Salzburg die Gemeinden mit 130 Euro pro Kind. Die Betreuungsquote im vorletzten Kindergartenjahr beträgt 96,5%. Rund 180 Kinder besuchen im aktuellen Geburtenjahr keinen Kindergarten oder keine altersgemischte Gruppe. „Durch diese beschlossene Maßnahme werden jetzt Kinder, die bei Tageseltern betreut werden, zwangsweise beraten, um ihnen den Kindergarten schmackhaft zu machen“, erklärte heute FPS-Abgeordneter Lukas Essl. Die Kosten für einen Brief an die Eltern belaufen sich alleine auf 30 Euro pro Brief und Kind und das Beratungsgespräch wird mit 100 Euro zusätzlich dem Land verrechnet. Zusätzlich beträgt der Verwaltungsaufwand im Amt der Salzburger Landesregierung insgesamt 4.300 Euro.

Alleine durch diese Maßnahme beträgt der Bürokratieaufwand weit über 50 Prozent der Förderung. „Mit dieser teuren Lösung wird der Arbeitsaufwand für die Pädagoginnen und Pädagogen, sowie für die Verwaltungsbediensteten noch einmal massiv erhöht“, erklärte FPS-Abgeordneter Essl und drückte sein Unverständnis zu diesem Schritt aus. „Obwohl beim Unterausschuss zum Thema Kinderbetreuung vereinbart wurde, die Bürokratie und Fördermechanismen zu vereinfachen, wurde nun ein Mehr an Bürokratie in Kraft gesetzt“, so Essl abschließend.