Militärmusik: Neuer Anlauf für Sponsoring im Landtag.

Essl: In einem Antrag von uns verlangen wir von Landesregierung ein neues Konzept.

Einen neuen Anlauf für die Möglichkeit eines Sponsorings für die Salzburger Militärmusik unternehmen die FPS-Landtagsabgeordneten mittels eines Antrages bei der Ausschusssitzung des Landtages am kommenden Mittwoch. Konkret beinhaltet der Antrag die Forderung, dass das Land jenen finanziellen Betrag übernehmen soll, der zur Aufrechterhaltung der Militärmusikkapelle in der bisherigen Form nötig wäre. „Das Land wiederum könnte die Finanzmittel, die es dann für die Militärmusik in Salzburg aufzubringen hat, durch private Sponsorgelder finanzieren“, schlägt FPS-Landtagsabgeordneter Lukas Essl vor. Ein Sponsoring direkt durch Private war bis dato an der ablehnenden Haltung von Verteidigungsminister Klug gescheitert. „Klug argumentierte, die Militärmusik sei eine Aufgabe des Staates“, so Essl.

Da es sich beim Land um keinen privaten Sponsor handelt, könnte der Argumentation des Verteidigungsministers der Wind aus den Segeln genommen werden. „Das Land ist eine Gebietskörperschaft und somit handelt es sich um den Staat“, gibt Essl zu bedenken. Sich mit der Absage des Verteidigungsministers zufrieden zu geben, wäre der völlig falsche Weg, denn die Militärmusik ist ein enorm wichtiger Bestandteil unseres vielfältigen kulturellen Lebens. „Sie stiftet Identität innerhalb als auch außerhalb des Bundesheeres. Sie bildet aber auch den Nachwuchs für die diversen Blasmusikkapellen in unserem Land aus und sie ist vor allem auch ein Stück Tradition“, sagt der FPS-Landtagsabgeordnete. Mit der geplanten „Schrumpfkapelle“ des Militärs für unser Bundesland wäre dies nicht mehr sichergestellt.

Private Sponsoren wären schon bereit gewesen, die Salzburger Militärmusik Jahr für Jahr mit 250.000 Euro zu unterstützen. „Damit könnte die bisherige Militärmusikkapelle in vollem Umfang erhalten bleiben“, so Essl. Jedoch erteilte Verteidigungsminister Klug dem Sponsoringangebot eine Absage. „Er dürfte sich damit gar nicht genauer auseinander gesetzt haben. Argumentiert wurde die Absage des Ministers damit, dass Private keine Aufgaben des Staates übernehmen dürften“, erinnert Essl. Diese Argumentation dürfte auf Grund der Entwicklungen der vergangenen Jahre aber nur vorgeschoben worden sein. Viele Aufgaben des Staates wurden in den vergangenen Jahren ausgelagert oder es wurden Schritte gesetzt, damit Aufgaben des Staates durch Private finanziert werden können.