Militärmusik: Landtag fordert Klug zum Handeln auf.

 Essl: Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Schrumpfkapelle die Zukunft ist.

Der Landtagsausschuss forderte heute nach einer Initiative der FPS-Landtagsabgeordneten in der Frage des Sponsorings der Militärmusik Verteidigungsminister Klug zum Handeln auf. Konkret soll der Minister die Möglichkeit des Sponsorings rechtlich und ernsthaft überprüfen. „. Es wird sich zeigen, ob es dem Minister nur um mögliche Einsparungen oder doch um ideologische Überlegungen geht.“, so FPS-Landtagsabgeordneter Lukas Essl. Die Militärmusik sei für Blasmusikkapellen in unserem Land ein unverzichtbarer Bestandteil. „Bisher haben viele Mitglieder der Blasmusikkapellen bei der Militärmusik eine umfassende Ausbildung erhalten“, berichtet Essl.

Die Militärmusik habe bis dato ein umfassendes Know-how vermittelt. „Fast die Mehrheit der Kapellmeister der Blasmusikkapellen hat die Grundfertigkeiten sowie ihr Fachwissen bei der Militärmusik erhalten“, so Essl. Allein bis zum Jahr 2011 absolvierte die Militärmusikkappelle in Salzburg rund 6.000 dienstliche Einsätze. „Allein diese Tatsache zeigt die Bedeutung der Militärmusik. „Die seit Dezember dieses Jahres existierende Schrumpfkapelle lasse viel an Know-how verloren gehen. Darüber hinaus ist die Attraktivität für künftige Grundwehrdiener nicht gegeben, hat der Landesobmann des Salzburger Blasmusikverbandes und der Präsident der Freunde der Österreichischen Militärmusik im Landtagsausschuss bestätigt“, berichtet Essl.

Mit dem Aus für die Militärmusikkapelle in ihrer bisherigen Form gehe auch ein Stück österreichischer Tradition zu Ende. „Die ersten Ansätze gehen auf die Türkenkriege im 16. Jahrhundert zurück“, informiert Essl. Die Einsparungen, die durch die Reduktion bei der Militärmusik erzielt würden, stünden in keinem Verhältnis zum entstehenden Schaden für unsere Volkskultur. „Durch die Reduktion erspart sich das Bundesheer in Salzburg 250.000 Euro“, so Essl. Es sei auch völlig unverständlich, dass andere Veranstaltungen des Bundesheeres sehr wohl gesponsert werden dürfen. „Ein großer Energydrink-Herrsteller darf die jährliche Airpower in der Steiermark sponsern. Daher ist es ganz und gar nicht nachvollziehbar, warum es bei der Militärmusik nicht möglich sein soll“, so Essl abschließend.