Landesmobilitätskonzept: Keine neuen Ideen seit 2005

 Essl: Außer alte Hüte nichts Neues im Landesmobilitätskonzept 2016 – 2025

11018645_856014961108315_6022538084641874304_oKein gutes Haar lässt FPS-Verkehrssprecher Lukas Essl am groß angekündigten Landesmobilitätskonzept. Nach dem Raumordnungsgesetz und Wohnbauförderungsgesetz ist dieses Konzept ein weiteres Beispiel für die Ideenlosigkeit der Regierung. „Man hätte nur das Konzept 2006 ansatzweise umsetzen müssen, dann wären wir in der Verkehrspolitik einen großen Schritt weiter. Mit dem neuen Konzept werden alte Hüte wieder neu verkauft, die schlussendlich in der Schublade landen werden“, so der FPS-Verkehrssprecher.

Der Süden des Landes ist beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs weiterhin massiv benachteiligt. So wird die S-Bahn Pinzgau zwischen Bruck und Saalfelden trotz jahrelanger Diskussion und Planungskosten nicht einmal mit einem Satz im Landesmobilitätskonzept erwähnt, obwohl sich im Großraum Zell am See täglich massive Verkehrsstaus bilden. Ein weiteres Nadelöhr ist die Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und Bischofshofen. Die Ausbaupläne im Bereich Paß Lueg sind in weite Ferne gerückt. Gerade im Bereich der Tunnelsicherheit und der Fahrzeit wäre eine verkehrssichere Variante für eine rasche Verbindung zwischen den beiden Wirtschaftszentren Bischofshofen/St. Johann und Salzburg notwendig.

Das gleiche Bild zeichnet sich auch nördlich der Landeshauptstadt ab. Tägliche kilometerlange Staus ärgern die Pendler und Anrainer im Flachgau. Seit 2005 herrscht bei der Bewältigung der Verkehrsströme im öffentlichen Bereich im Flachgau Stillstand.
Das letzte positive landespolitische Verkehrsprojekt war die Einführung des Halbstundentaktes zwischen Golling und der Stadt Salzburg. Solche attraktiven Verkehrsanbindungen wären in allen Bezirken wünschenswert, dadurch können auch die Fahrgastzahlen erheblich erhöht werden.

Der Umstieg zum öffentlichen Verkehr kann nur durch Attraktivität und Verlässlichkeit gelingen. Die Utopie, dass in den nächsten neun Jahren der Individualverkehr zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs zurückgedrängt wird, entbehrt jeder Grundlage. Anstatt nur Konzepte und Projekte anzukündigen und Autofahrer zu bestrafen, sollte man bereits geplante Vorhaben, die eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs bedeuten würden, umsetzen. Selbst eine Koordinierung der einzelnen Baustellen stellt für die Landesregierung schon eine unlösbare Aufgabe dar. Der Ruf nach einer flächendeckenden Straßenverkehrsabgabe bzw. eine City Maut für die Stadt Salzburg wird von der FPS abgelehnt.