Entwicklung hin zu Leihärzten unbedingt Einhalt gebieten

Rupert Doppler - Nationalratsabgeordneter © Parlamentsdirektion / WILKE

Rupert Doppler – Nationalratsabgeordneter
© Parlamentsdirektion / WILKE

 Doppler: Es gibt keine Alternativen zu fix angestellten Ärzten – Attraktive Stellen schaffen

„Der Entwicklung hin zu Leihärzten muss unbedingt Einhalt geboten werden“, forderte heute Nationalratsabgeordneter Rupert Doppler. Die Entwicklungen, wonach immer häufiger Leihärzte in Krankenhäuser eingesetzt würden, drohe nun von Deutschland auf Österreich überzugreifen. Als Grund sieht der Nationalratsabgeordnete unter anderem die knappe Personaldecke bei den Ärzten und der Arbeitszeitregelung. „Im Gegensatz zu Leiharbeitskräften in anderen Branchen würden Leihärzte mehr verdienen als Fixangestellte. Der Nachteil besteht aber in der geringen Verbundenheit mit dem Krankenhaus und somit auch mit den Patienten. Zur optimalen Genesung brauchen die Patienten aber einen Ansprechpartner, der nicht nur wenige Tage im Haus ist“, so Doppler.

Um der Entwicklung zu Leihärzten tatsächlich entgegen treten zu können, müssten die Arbeitsplätze für fix beschäftigte Ärzte möglichst attraktiv gestaltet werden. „Die Beschäftigung von Leihärzten ist gerade der falsche Weg, da unterm Strich Leihärzte deutlich mehr verdienen als ihre fix angestellten Kollegen“, so Doppler. Aber auch der Trend, die Gesetze in diesem Bereich noch mehr zu liberalisieren, sei hinten anzustellen. „Es kann nicht sein, dass Ärzte, die sich einem Krankenhaus und seinem Patienten stark verbunden fühlen, bestraft werden“, so Doppler. In Deutschland würden schon rund 5.000 Ärzte als Leiharbeitskräfte arbeiten. Unter all dieser Entwicklung würden bestehende Strukturen zerstört werden und die Leidtragenden wären die Patienten“, so Doppler. Die besten Mitarbeiter seien noch immer fix angestellte Beschäftigte, die unter optimalen Rahmenbedingungen ihren Dienst versehen würden. „Selbstverständlich gehört dazu auch eine sehr gute Bezahlung. Jedoch darf ein sich zunehmend entwickelnder Ärztemangel nicht dazu führen, dass einige wenige dadurch eine Gewinnmaximierung zu ihrem Vorteil und folglich zu Lasten des Gesundheitswesens und der Bevölkerung durchführen“, stellt Doppler abschließend fest.