FPS entsetzt: Beschlossene Personalposten in der Jugendwohlfahrt nicht ausgewiesen

 LAbg. Steiner: Betroffene Bezirkshauptmannschaft konnte Personal nicht einstellen

LAbg. Markus Steiner, BA MA

LAbg. Markus Steiner, BA MA

Im Rahmen der heutigen Sitzung des Jugendhilfebeirates wurden auch gesonderte Positionen des Sozialberichtes 2015 besprochen. Unter anderem äußerte die Zuständige einer Bezirkshauptmannschaft deren Unverständnis, dass zusätzliches Personal im Bereich der Jugendwohlfahrt vom Landtag beschlossen wurde, jedoch die dringend benötigten Einstellungen rückgängig gemacht wurden, da kein Budget vorhanden sei. „Ich war nur so erstaunt, denn auf der einen Seite wird immer behauptet, dass wir dringend Personal im Bereich der Jugendwohlfahrt benötigen und auf der anderen Seite hat die Landesregierung kein Budget dafür ausgewiesen. Grundsätzlich waren aber die Ankündigungen von Seiten des Landesrates Schellhorn besorgniserregend, denn an den wichtigen Stellen wurde zu Gunsten des Asylwesens und Integration gekürzt. Auch das Budget der Bezirkshauptmannschaften ist unverständlicher Weise dadurch betroffen, wie wir ja auch im Landtag debattiert haben. Maßnahmen, die ich überhaupt nicht befürworte“, erklärte FPS-Abgeordneter Steiner.

Schellhorn berichtete weiters, dass im Sozialbericht 2015 auch ersichtlich ist, dass ein Anstieg von 32 Fällen im Jahr 2014 auf 66 Fälle im Jahr 2015 im Bereich „Maßnahmen wegen Gefahr in Verzug laut §211 ABGB“ im Land zu vereichnen war. „Dies muss man sich so vorstellen, dass Lehrer oder weitere Vertrauenspersonen Meldungen an das zuständige Amt weiterleiten können. Hier müssen Verdachtsfälle oder auffällige Verhalten ausgesprochen und geschildert werden. In 66 Fällen musste eine Maßnahme wegen Gefahr in Verzug, also aufgrund der Bestätigung der Verdachtsfälle, angeordnet werden. Der Trend ist tatsächlich besorgniserregend“, erklärte FPS-LAbg. Steiner. Im Generellen sind wir mit einer steigenden Zahl an Gefährdungsmeldungen im Bereich der Jugendwohlfahrt konfrontiert. 850 Gefährdungsabklärungen und Interventionen bei den weiblichen Personen mussten verzeichnet werden. Bei den weiblichen Personen entspricht dies einer Zunahme von +7,3 Prozent im Jahr 2015. Der Stand von insgesamt 1.678 Gefährdungsabklärungen und Interventionen im Jahr 2015 ist der absolute Höchststand seit 2011, wo noch 1.654 Abklärungen zu verzeichnen waren. „Ich fordere die Landesregierung auf, hier umgehend tätig zu werden und deren eigenen Fehler zu beseitigen“, ergänzte Steiner abschließend.