Landtag: Sparstift bleibt im Gesundheitswesen ausgepackt

 Schnell: Sparen zeigt sich bei Radiologie im Pinzgau oder bei Barmherzigen Brüder

Landtagsabgeordneter Dr. Karl Schnell

Klubobmann
LAbg Dr. Karl Schnell

„Der Sparstift im Gesundheitswesen bleibt ausgepackt“, stellte Klubobmann Karl Schnell (FPS) angesichts der Debatte zur Nachbesetzung zumindest einer Facharztstelle für Radiologie, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder auch die Anerkennung der Barmherzigen Brüder als onkologisches Schwerpunktkrankenhaus im Landtag fest. In allen genannten Fällen sei die Landesregierung handlungsunfähig oder erscheint völlig hilflos. „In der Frage der Radiologie und des Bereitschaftsdienstes werden die von externen Stellen vorgelegten Pläne mit einem Murren hingenommen. Die Notwendigkeit der Anerkennung der Barmherzigen Brüder als onkologisches Krankenhaus wurde von der Regierung wegen der Ablehnung durch die GKK schon fast begraben, so Schnell.

Die Landesregierungsparteien waren nicht bereit den dringlichen Antrag der FPS-Landtagsabgeordneten anzunehmen, der die Beibehaltung von zumindest einer Facharztstelle für Radiologie im Pinzgau und die Anerkennung der Barmherzigen Brüder als onkologisches Schwerpunktkrankenhaus vorsah. „Durch die Weigerung, das Krankenhaus als onkologische Schwerpunkteinrichtung anzuerkennen, wird den Menschen auch die Möglichkeit einer tatsächlichen Wahlfreiheit genommen“, betont Schnell. Darüber hinaus gehe es auch um die künftige Absicherung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder. Gegen eine Kooperation mit der SALK sei ja nichts einzuwenden. „Jedoch schafft eine Kooperation nicht die optimalen Voraussetzungen, die ein Schwerpunktkrankenhaus mit sich bringt“, sagt Schnell.

Die radiologischen Facharztstellen im Pinzgau nicht mehr nachbesetzen zu wollen, sei im Wesentlichen auch nur der Versuch Einsparungen vornehmen zu wollen. „Nur wird sich dabei die Gebietskrankenkasse in die Finger schneiden. Die Verlagerung der radiologischen Untersuchungen nun ins Krankenhaus vornehmen zu wollen, werde teurer ausfallen als die Untersuchungen beim Facharzt“, zeigt sich Schnell überzeugt. Im Pinzgau werde somit ein völlig anderes Handeln an den Tag gelegt als österreichweit politisch diskutiert werde. Die Neuregelung der notärztlichen Versorgung im Land, sei auch nur mit dem Hintergedanken des Einsparens durchgeführt wurden. „In der Zeit zwischen 23 und 7 Uhr steht Patienten ab November nur mehr ein quasi medizinisches Callcenter zur Verfügung. Dabei soll ein einziger Arzt für das gesamte Land alle medizinischen Belange telefonisch abwickeln. Das ist zum Scheitern verurteilt“, so Schnell.