Umwelt-80er: Trotz Unwahrheit wird am Limit festgehalten

Wiedermann: Schmidhuber musste jetzt die Existenz von Zahlenmaterial einräumen

LAbg. Friedrich Wiedermann„Trotz der anfänglichen Unwahrheit, dass es kein Datenmaterial zu den Unfallzahlen seit der Einführung des Umwelt-80er auf der Westautobahn zwischen dem Knoten Salzburg und Salzburg Nord gibt, wird krampfhaft am Tempolimit festgehalten“, kritisiert heute FPS-Landtagsabgeordneter Friedrich Wiedermann die Ablehnung des Antrages der FPS-Landtagsabgeordneten durch die Koalitionsparteien und die SPÖ im Landtagsausschuss. Die FPS-Initiative hatte die Aufhebung des Tempolimits zum Ziel, da seit der Einführung des Limits die Unfallzahlen gestiegen seien. „Der Leiter der Verkehrsabteilung der Salzburger Polizei, Friedrich Schmidhuber, versuchte noch kürzlich in den Medien die Existenz von Unfalldaten in Abrede zu stellen, nun musste er eingestehen, dass es genaue Aufzeichnungen gibt“, so Wiedermann.

Die Debatte im Landtagsausschuss erinnerte an einen mittelalterlichen Prozess. „Als Angeklagter war dabei Sachverständiger Kronreif, der es gewagt hatte, auf die steigenden Unfallzahlen seit der Einführung des Umwelt-80er auf der Westautobahn hinzuweisen. Diese Tatsache dürfte von Umweltreferentin Rössler als Kriegserklärung angesehen worden sein. Ganz nach dem Motto: Hauptsache der Umwelt-80er bleibt und die Unfallzahlen sind mir egal. Dabei wiegt die Sicherheit der Menschen wohl mehr!“, so Wiedermann. Völlig inakzeptabel sei auch die Tatsache, dass auch Spitzenbeamter Glaeser den sachverständigen Kronreif beleidigt hatte. „Wer offensichtlich sachlich zur Wahrheit beitragen möchte, wird heutzutage geprügelt“, sagt Wiedermann.

Immerhin habe die Ausschussdebatte zur Wahrheitsfindung beigetragen. „Anfangs sagte Schmidhuber öffentlich, dass es keine Unfalldaten gibt. Heute musste Schmidhuber nach anfänglichem Zögern zugeben, dass ganz genaue Aufzeichnungen zu den Unfallzahlen durch die Autobahnpolizei existieren. Nur werden diese unter Verschluss gehalten“, berichtet Wiedermann. Womöglich dürften die Zahlen einigen politischen Verantwortlichen nicht in den Kram passen. Die Debatte im Landtagsausschuss werfe auch die Frage auf, ob auch bei den Daten zu den Luftmessungen beim 80er-Limit ganz stimmen. „Angesichts der Debatte zu den Unfallzahlen und dem Versuch diese für lächerlich zu verkaufen, schenke ich den Daten der Umweltabteilung des Landes keinen Glauben mehr. Die Feststellungen von Kronreif waren deutlich nachvollziehbar und glaubhaft“, so Wiedermann.