EU-Abgeordnete müssen EU-Pauschalreiserichtlinie verhindern!

17.07.2015, Glemmtalerhof, Hinterglemm, AUT, FP Salzburg, Liste Dr. Karl Schnell, Gruendungsparteitag, im Bild Markus Steiner (Bezirksobmann Pinzgau der FPS) und Dr. Karl Schnell (Parteiobmann der FPS). EXPA Pictures © 2015, PhotoCredit: EXPA/ JFK

 Schnell/Steiner: Erweiterung des Pauschalreisebegriffs neuer Anschlag auf Betriebe!

„Unsere EU-Abgeordneten müssen die EU-Pauschalreise-Richtlinie in Bezug auf die Erweiterung des Pauschalreisebegriffs verhindern“, forderten heute Klubobmann Karl Schnell (FPS) und Landtagsabgeordneter Markus Steiner (FPS) im Landtagsausschuss mittels eines Zusatzantrages anlässlich der Debatte zur Umsetzung der Richtlinie. Nur an die Bundesregierung – wie von der ÖVP verlangt – mit dem Ersuchen heranzutreten, dass die Bundesregierung die EU-Richtlinie bei der Umsetzung ins nationale Recht abzuschwächen, wäre zu wenig gewesen. „Sollte die Erweiterung des Pauschalreisebegriffs so kommen wie jetzt vorgesehen, wäre das ein neuerlicher massiver Anschlag auf die Hoteliers“, so Schnell und Steiner.

Sollten Hoteliers – wie von der EU geplant – künftig kleine Zusatzleistung, wie bisher beispielsweise die Organisation der Skiliftkarte zum Hotelzimmer anbieten, laufen sie Gefahr, eine Reisekonzession erwerben zu müssen. „Das wäre der nächste Unsinn nach der Einführung der Allergenverordnung“, sagt Schnell. Unsere Betriebe wären dann endgültig nicht mehr konkurrenzfähig gegenüber beispielsweise der Schweiz. „Mit der Umsetzung der vorliegenden Richtlinie würden massive Wettbewerbsnachteile für unsere Betriebe entstehen. Sie ist auch neuerlich ein Beweis dafür, mit welchem Unsinn wir von Seiten der EU konfrontiert werden, der in der Praxis gar nicht umsetzbar ist. Daher gehört dieser Unsinn wieder weg “, betont der Klubchef.

Die Umsetzung der vorliegenden EU-Richtlinie sei ein ganz massiver Anschlag auf unsere Tourismusbetriebe. „Damit wäre das der zweite Anschlag innerhalb kurzer Zeit nach Beschluss der Steuerreform, die für die Betriebe nur Belastungen bringe und keine Erleichterungen“, so Steiner. „Diese Richtlinie, die eine Erweiterung des Pauschalreisebegriffs bringen könnte, muss daher weg! Sollte das nicht passieren, brauchen die Hoteliers zusätzliche noch eine Reisebürokonzession, die wiederum einen Befähigungsnachweis erfordert. Damit wäre den Betrieben eine Last auferlegt, die sie nicht stemmen könnten. Viele touristische Betriebe würden auf alle Fälle die Übersicht verlieren, da sie jede Leistung genau protokollieren müssten, um womöglich nachweisen zu können, dass sie keine Pauschalangebote anbieten. Das bedeutet wieder zusätzliche Bürokratie“, gibt Steiner zu bedenken.