Debatte im Landtag: Umwelt-80er als ein Sicherheitsrisiko

LAbg. Friedrich Wiedermann Wiedermann: Antrag zur Abschaffung aus Sicherheitsgründen wird am Mittwoch verhandelt

Mit der Abschaffung des Umwelt-80er auf der Westautobahn aus Sicherheitsgründen wird sich der Landtagsausschuss am Mittwoch auf Antrag der FPS-Landtagsabgeordneten beschäftigen. Konkret wird die Abschaffung des Tempolimits eingefordert, da seit der Einführung der Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Westautobahn zwischen Knoten Salzburg und Salzburg Nord die Anzahl der Unfälle stark zugenommen hat. „Verkehrssachverständiger Gerhard Kronreif hat das durch die Auswertung von Unfalldaten klar belegt und die Sicherheit der Menschen wiegt doch deutlich mehr als eine Umweltmaßnahme, die offensichtlich ihr Ziel verfehlt hat“, sagt FPS-Landtagsabgeordneter Friedrich Wiedermann.

Bedenken, wonach die Sicherheit unter der Einführung des Tempolimits leiden werde, gab es bereits im Vorfeld der Einführung des 80er-Tempolimits. „Die Auswertung der Zahlen durch den Sachverständigen Gerhard Kronreif bestätigen nun die einst schon geäußerten Befürchtungen und Wahrnehmungen zahlreicher Autobahnbenützer“, so Wiedermann. Jedoch müsse man kein Sachverständiger sein, um die Zunahme des erhöhten Unfallrisikos beobachten zu können. „Jeder, der regelmäßig die Autobahn im Bereich des Tempolimits benützt, kann öfters Unfälle beobachten. Riskante Situationen zwischen PKW und LKW stehen schon fast auf der Tagesordnung“, sagt Wiedermann. „Im Zusammenhang mit der Zunahme der Unfallhäufigkeit orientiere ich mich am gerichtlich beeideten Sachverständigen und nicht an politische interpretierten Aussagen“, so Wiedermann.

Die Sicherheit sei viel zu wertvoll, um auf dem Altar der Ideologie geopfert zu werden. „Das muss auch Umweltreferentin Rössler bald einsehen. Es mag zwar sein, dass die Schadstoffwerte im Bereich der Westautobahn hin und wieder mal erhöht sind. Jedoch wurden meines Wissens nie andere Faktoren, wie beispielsweise der Hausbrand oder auch Abgase aus Gewerbebetrieben, genauer unter die Lupe genommen“, so Wiedermann. Problematisch sei die Tatsache, dass sich bei einem 80er-Limit der Verkehr fast ausschließlich auf die erste und zweite Spur beschränke und darunter der Sicherheitsabstand leide. „Oft passiert es, dass ein Wechsel von der zweiten auf die erste Spur, um folglich ausfahren zu können, unmöglich ist“, berichtet der Abgeordnete. Früher oder später werde Rössler das Scheitern des Tempolimits eingestehen müssen.