Landtag: Rechtswidrige Grünkorridore müssen nun weg!

 Steiner: Betroffen sind Korridore im Bereich Piesendorf/Niedernsill – FPS-Antrag.Steiner_Markus_Landtag (2)

Eine Chance für die Beseitigung der Rechtswidrigkeit biete der Antrag der FPS-Landtagsabgeordneten am kommenden Mittwoch, der im Landtagsausschuss verhandelt wird. Die Verordnung, die die Grundlage für die Grünkorridore darstelle, weise einen schwerwiegenden Fehler auf. „Die Verordnung sorgte in Salzburg für einen großen Wirbel und für eine Verunsicherung unter der Bevölkerung und den Grundstückseigentümern Von einem Korridor kann erst dann gesprochen werden, wenn sich der überregionale Grünkorridor für die an Niedernsill angrenzende Gemeinde Piesendorf fortsetzen würde. Das ist nicht der Fall. Darüber hinaus wäre für unsere Tourismusregion Nagelköpfl ein Korridor sehr nachteilig“, so Steiner

Am 28. Februar des Vorjahres wurde das Regionalprogramm für den Oberpinzgau mittels einer Verordnung für verbindlich erklärt. „In diesem Programm sind auch die Grünkorridore enthalten. Nur ist darin ein gravierender Fehler verborgen. Von einem überregionalen Grünkorridor kann nur dann gesprochen werden, wenn sich dieser über die Gemeindegrenze fortsetzt und das ist im konkreten Fall nicht gegeben. Der Korridor endet an der Gemeindegrenze zu Piesendorf“, berichtet Steiner. In der Gemeinde Piesendorf bestehe aber von Seiten der Gemeindepolitik kein Interesse, Schritte zu setzen, damit sich der Korridor auf ihrem Gebiet fortsetzen könnte. Damit ist auch der Grünkorridor in der Gemeinde Piesendorf hinfällig“, so Steiner.

Eine Fortsetzung des Grünkorridors von Niedernsill nach Piesendorf werde es auch künftig nicht geben, zeigt deutlich eine Korrespondenz zwischen dem Land und der Gemeinde Piesendorf. „Der Leiter der Abteilung 10 des Amtes der Salzburger Landesregierung hat an die Gemeinde Piesendorf am 1. Juni 2015 ein Schreiben gerichtet, in dem der Gemeinde Piesendorf nahegelegt wird, im Zuge der Erstellung des neuen REK, die auf Piesendorfer Gebiet fehlende Fläche des sogenannten überregionalen Grünkorridors auszuweisen. Nur scheint die Gemeinde Piesendorf zu Recht dabei nicht mitzuspielen“, berichtet der FPS-Landtagsabgeordnete. Damit seien auch die Grünkorridore auf dem Gemeindegebiet von Niedernsill hinfällig.

Die gesamte Grünkorridorfrage sei von Anfang an eine mehr als bedenkliche Angelegenheit gewesen. „Acht Bürgermeister des Oberpinzgaus haben dabei völlig versagt, da sie unkritisch oder falsch informiert vom Regionalverbandgeschäftsführer des Oberpinzgaus, Michael Payr, die Korridore ausgewiesen haben. „Erst durch unsere hartnäckige Haltung und Hinterfragen kam die Misere ans Tageslicht, die bis dato auch Umweltreferentin Rössler nicht bereinigen wollte. Durch unser Umrühren wurden die Bürgermeister erst hellhörig und begannen die Korridore zu hinterfragen“, so Steiner. Die Ausweisung der Korridore sei eine quasi Enteignung, da die Grundstückseigentümer ihre Liegenschaften durch die Ausweisung nur mehr eingeschränkt nützen könnten. Steiner bedanke sich in der Frage des kritischen Hinterfragens auch beim Nidernsiller Bürgermeister, der sich zeitverzögert den Kampf gegen eine unsinnige von Brüssel verordnete Verordnung anschloss.