Extrem erschreckend geringe Einkommen der Salzburger!

Steiner und Wiedermann: Indiz für verfehlte Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre!Logo FPS - Liste Dr. Karl Schnell

„Das Durchschnittseinkommen der unselbständig Beschäftigten hat ein extrem erschreckendes Niveau erreicht“, zeigten sich heute übereinstimmend FPS-Landtagsabgeordneter Markus Steiner und FPS-Landtagsabgeordneter Friedrich Widermann anlässlich des am Nachmittag im Landtagsausschuss zur Debatte stehenden Rechnungshofberichts zum Durchschnittseinkommen der Bevölkerung erschüttert. In Salzburg liege das mittlere Bruttojahreseinkommen bereits unter sieben Prozent des mittleren Bruttojahreseinkommens aller Österreicher. „Diese Tatsache ist ein deutliches Indiz für eine verfehlte Wirtschaftspolitik in unserem Land in den vergangenen Jahren. Nun ist die Landes- als auch Bundesregierung gefordert endlich Maßnahmen zu setzen, damit die Einkommen wieder steigen“, so Steiner und Wiedermann.

Salzburg liege bei den mittleren Bruttojahreseinkommen der unselbständig Erwerbstätigen bereits an vorletzter Stelle. „Das Durchschnittseinkommen in Salzburg liegt bei 24.653 Euro im Jahr. Lediglich in Tirol verdienen die Menschen mit einem Jahreseinkommen von 23.791 Euro noch weniger. Im österreichweiten Durchschnitt kommen die Menschen auf ein Bruttojahreseinkommen von 27.674 Euro“, berichtet Steiner. Die geringen Einkommen würden vor allem junge Menschen belasten. „Für viele Junge sind die geringen Einkommen ein großer Hemmschuh beispielswiese bei einer gewünschten Familiengründung. Darüber hinaus sind viele – trotz Beschäftigung – dadurch von der Unterstützung des Staates abhängig“, so Steiner. Der Abgeordnete wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass bei den veröffentlichten Durchschnittseinkommen nicht einmal die Einkommen der Lehrlinge eine Berücksichtigung fanden. „Sonst wären die mittleren Bruttoeinkommen noch geringer ausgefallen“, sagt Steiner.

Eine Maßnahme zur Hebung der Durchschnittseinkommen sei mit Sicherheit die Einführung eines Mindestlohnes von 1.700 Euro. „Wir brauchen auch eine tatsächliche Steuerreform und keine Scheinentlastung wie die bevorstehende Steuerreform“, so Steiner. Für FPS-Landtagsabgeordneten Wiedermann sei das geringe Durchschnittseinkommen in Salzburg auch das Resultat der hohen Teilzeitbeschäftigungsquote. „Speziell Frauen, die im Handel arbeiten, sind davon betroffen. Aber in jüngster Vergangenheit nimmt auch die Anzahl an Männern zu, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Vielfach ist das nicht freiwillig“, so Wiedermann. Durch diese Entwicklung würden immer mehr Menschen gezwungen, mehreren Beschäftigungen nachzugehen und dies könne nicht im Interesse des Landes sein. „Es müssen daher endlich sowohl von Seiten der Landes- als auch Bundesregierung Maßnahmen gesetzt werden, damit es nicht weiter zu einer Amerikanisierung unseres Arbeitsmarktes kommt“, fordern Wiedermann und Steiner.