Landtag: Nein zur Arbeitsmarktöffnung für Asylwerber!

 Schnell: Würde nur Verdrängungswettbewerb schaffen und Löhne sinken lassen.

Landtagsabgeordneter Dr. Karl Schnell

Klubobmann
LAbg Dr. Karl Schnell

Der Arbeitsmarkt dürfe auf keinen Fall für Asylwerber geöffnet werden, forderte heute Klubobmann Karl Schnell (FPS) angesichts des am Nachmittag auf der Tagesordnung des Landtagsausschusses stehenden Antrags der Grünen zur Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylwerber. Schon angesichts der jetzt herrschenden extrem hohen Arbeitslosenquote komme eine Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylwerber ganz und gar nicht in Betracht. „Wir sind zurzeit mit der höchsten Arbeitslosigkeit in der Zweiten Republik konfrontiert. Zuerst müssen unsere Leute wieder eine Arbeit haben, bevor wir über Maßnahmen sprechen, die lediglich den Verdrängungswettbewerb anheizen und folglich die Löhne sinken lassen würden“, so Schnell.

Offensichtlich werde die Diskussion über eine Öffnung des Arbeitsmarktes fern ab jeglicher Realität geführt. „Es ist seit kurzem eine lange unter Verschluss gehaltene Studie des Sozialministeriums bekannt, die vor einer Öffnung warnt. Diese Studie belegt klar und deutlich, dass durch die Öffnung die Arbeitslosenquote weiter ansteigen, ein starker Verdrängungswettbewerb über die Bühne gehen würde und damit verbunden wäre auch ein Sinken der Einkommen“, gibt Schnell zu bedenken. Offensichtlich hätten alle Gruppen, die die Öffnung des Arbeitsmarktes verlangen würden, keine Sekunde über die Folgen nachgedacht.

Gerade gering gebildete Bevölkerungsschichten würden bald unter die Räder der Arbeitsmarktöffnung für Asylwerber kommen. „Die Masse der Asylwerber weist ja gerade einen Pflichtschulabschluss auf. Die Masse der Akademiker, für die es vielleicht noch freie Stellen gibt, existiert wohl nur in den Fantasien einiger Sozialromantiker“, so Schnell. Ganz abgesehen von der Qualifikation würden Asylwerber wohl kaum die deutsche Sprache beherrschen. Anstatt ständig über unsinnige Maßnahmen zu diskutieren, sollten endlich Schritte zur Beschleunigung der Asylverfahren gesetzt werden. „In das Stammbuch der Verfechter für eine Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylwerber möchte ich schreiben, dass sie damit nur den Konzernen einen Gefallen tun, da die Konzerne damit zu billigen Arbeitskräften kommen würden“, so Schnell. Gemeinnützige Tätigkeiten im öffentlichen Interesse dürften Asylwerber eh bereits verrichten.