Seniorenpolitik: Erhöhung des Schonvermögens gefordert

 Rothenwänder: Damit soll würdevolles Leben in Seniorenheimen ermöglicht werden

 LAbg. Ernst Rothenwänder

LAbg. Ernst Rothenwänder

„Das Schonvermögen für Bewohnerinnen und Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen muss erheblich erhöht werden, um den Bewohnerinnen und Bewohnern ein würdevolles Leben zu ermöglichen“, fordert heute FPS-Landtagsabgeordneter Ernst Rothenwänder. Die Forderung steht morgen im Landtagsausschuss mittels eines FPS-Antrages zur Debatte. Das Schonvermögen wurde einst geschaffen, um die Bestattungskosten decken zu können. „Mittlerweile wird das Vermögen von den Bewohnern von Senioren- und Pflegeheimen auch zur Anschaffung von anderen unumgänglichen Notwendigkeiten herangezogen, die weder von der Krankenkasse noch von anderen öffentlichen Einrichtungen bezahlt werden“, so Rothenwänder. Das gegenwärtige Schonvermögen in der Höhe von 5.085 Euro sei auf alle Fälle zu gering. „Leider kostet ein Begräbnis in diesen Zeiten schon ein Vielfaches“, so der FPS-Abgeordnete. Grundsätzlich müssen ältere Personen, die in Pflege- oder Seniorenheime leben zuerst ihr gesamtes Vermögen verwenden, bevor sie eine Unterstützung vom Land erhalten. „Das geht sogar so weit, dass private Krankenversicherungen oder auch Versicherungen, die die Begräbniskosten decken sollen, gekündigt werden müssen“, berichtet Rothenwänder. Vielfach werden auch Wohnungen oder Häuser grundbücherlich belastet oder es müssen Kredite aufgenommen werden. Es kommt auch vor, dass Objekte verkauft werden müssen. Eine Übernahme der Kosten für die Unterbringung der im Pflegeheim lebenden Menschen sei in den meisten Fällen auch nicht möglich. Das Schonvermögen ist in § 8 Abs. 2 des Salzburger Sozialhilfegesetzes geregelt.